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Konfliktlösungen und Veränderungs­prozesse gemeinsam mit den Beteiligten erarbeiten – das ist eine Mission!

Konstruktive Gespräche und faire Lösungen

Ihr Mediator aus Heidelberg

Ich bin ausgebildeter und zertifizierter Mediator (Heidelberger Institut für Mediation/Universität Heidelberg) und im Bereich der Wirtschaftsmediation tätig.

Als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht bei Schlatter Rechtsanwälte PartGmbB in Heidelberg befasse ich mich täglich damit, Konflikte zum Wohle aller Beteiligten zu einem guten Ende zu bringen.

Meine Erfahrung und mein Wissen gebe ich als Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg für „Mediation und Streitschlichtung im Arbeitsleben“ an Studierende weiter.

Ich lade Sie ein, auch immer wieder auf meine Rubrik „Aktuelles zur Streitbeilegung und Mediation“ zu schauen, auf der Sie stets Wissenswertes über die Konfliktbewältigung erfahren.

Profitieren Sie von meiner über 25 Jahre langen Erfahrung in der Lösung von Konflikten im Arbeitsleben! Ich freue mich auf Sie!

Herzlichst
Ihr Hanns-Uwe Richter

Hilfe bei Konflikt und Streit

Ablauf, Ziele und Kosten einer Mediation

Ungelöste Konflikte sind gerade im Wirtschaftsleben sehr teuer und stellen eine erhebliche Belastung für die Beteiligten dar. Im schlimmsten Fall droht eine Eskalation. Doch soweit muss es nicht kommen!

Als professioneller Mediator aus Heidelberg biete ich ein konstruktives Verfahren an, mit dem alle Parteien die Kontrolle über das Geschehen wieder zurückerlangen und den Konflikt lösen können. Das Ziel ist eine für alle Beteiligten faire Lösung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen.

Was ist Mediation?

Die Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem die Beteiligten mit meiner Hilfe eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.  Die Mediation ist freiwillig und selbstverständlich vertraulich.

Wann ist eine Mediation sinnvoll?

Sie wünschen sich eine faire Lösung und möchten diese aktiv erarbeiten? Ihr Konfliktpartner ist ebenfalls bereit zur konstruktiven Kommunikation? Dann macht es Sinn, sich an mich zu wenden. Auch wenn Sie den Kontakt mit Ihrem Konfliktpartner nicht einfach beenden können und einer Eskalation vorbeugen möchten, ist die Mediation ein geeigneter Weg.

Was ist das Ziel der Mediation?

Das Ziel meiner Mediation ist die einvernehmliche, außergerichtliche Lösung eines Konflikts mit einer verbindlichen, nachhaltigen Vereinbarung der Parteien.  In diese Vereinbarung fließen die Bedürfnisse und Interessen aller Parteien ein.

Was sind die Chancen einer Mediation?

Mit der Mediation lassen sich gerichtliche Auseinandersetzungen häufig vermeiden. Es besteht die Chance einer raschen Beilegung des Konflikts und einer langfristigen, tragfähigen Lösung, die alle Parteien zufriedenstellt. Im Gegensatz zu gerichtlichen Verfahren, die öffentlich sind, ist das Mediationsverfahren streng vertraulich.

Was ist der Schlüssel für den Erfolg einer Mediation?

Gary J. Friedman, der Pionier der Mediation in den Vereinigten Staaten,  nannte vier Leitlinien, die für den Erfolg einer Mediation maßgebend sind:  Das gegenseitige Verstehen der Beteiligten, die Eigenverantwortung der Beteiligten für ihre Konfliktbeilegung, die Zusammenarbeit der Beteiligten und die Wahrnehmung der tieferen Konfliktgründe. Anhand dieser Leitlinien unterstütze ich die Beteiligten bei der Konfliktlösung.

Für welche Bereiche biete ich Mediation an?

Als Mediator im Bereich der Wirtschaftsmediation biete ich Unterstützung bei Konflikten zwischen 

  • Gesellschaftern
  • Gesellschaftern und Geschäftsführern
  • Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung
  • Führungskraft und Mitarbeiter
  • Mitarbeitern
  • Teams
  • Unternehmen
  • Kommunen
  • öffentliche Einrichtungen
  • Beteiligten der Unternehmensnachfolge
  • Beteiligten in Erbangelegenheiten

Erste Schritte der Mediation

Das Mediationsverfahren beginnt mit der Auftragserklärung: Alle Parteien werden über das Mediationsverfahren und die Rolle und Haltung des Mediators informiert. Auch die Vereinbarung von Regeln für die Zusammenarbeit und das Schaffen eines Arbeitsbündnisses stehen am Anfang meiner Mediation. Beide Parteien stellen ihre Anliegen als Basis für die Themensammlung der Konfliktfelder dar.

Ablauf der Mediation – Konfliktbearbeitung

Wenn gemeinsam ein Arbeitsbündnis geschlossen wurde, beginnt die eigentliche Konfliktbearbeitung.  Die Parteien erhalten Gelegenheit, ihre Sicht zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Gleichzeitig werden alle erforderlichen Informationen erhoben. Mit meiner Unterstützung werden die tieferliegenden persönlichen Interessen der Parteien herausgearbeitet. Danach folgt ein Brainstorming zur Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten, die anschließend von den Parteien mit Blick auf ihre Interessen bewertet werden.

Abschluss der Mediation

Am Ende halten wir die Ergebnisse in einer verbindlichen Abschlussvereinbarung fest. Bei der praktischen Umsetzung begleite ich Sie als Mediator in der Nachbetreuung.

Wie hoch sind die Kosten einer Mediation?

Die Kosten der Mediation sind jeweils abhängig von den individuellen Umständen, die dem Mediationsverfahren zugrunde liegen. Bitte bedenken Sie: Eine Mediation ist regelmäßg wesentlich günstiger als die Kosten für ein Gerichtsverfahren.

Wann ist eine Co-Mediation sinnvoll?

Wenn es im Interesse der Konfliktparteien liegt und diese damit einverstanden sind, arbeite ich gemeinsam mit einer Co-Mediatorin oder einem Co-Mediator. Hierfür steht den Beteiligten ein Pool erfahrener Co-Mediatorinnen und Co-Mediatoren unterschiedlicher Fachrichtungen zur Verfügung.

Is it possible to hold the mediation proceedings in English?

Of course, I am also happy to hold the mediation proceedings in English.

„Ziel eines Konfliktes oder einer Auseinandersetzung
soll nicht der Sieg, sondern der Fortschritt sein.“

Joseph Joubert

Ich bleibe für Sie auf dem Laufenden

Aktuelles zur Streitbeilegung und Mediation

04.09.2019

Sonja Troch – Co-Mediatorin

Gemeinsam stark zugunsten der Medianten und der Konfliktlösung

Sonja Troch ist eine Persönlichkeit, mit der ich sehr gerne gemeinsam Mediationsverfahren durchführe. Besonders schätze ich ihre Art, wie sie empathisch auf die Konfliktbeteiligten eingeht und sich in deren Gedankenwelt zum Wohle der Konfliktbewältigung einfühlt.

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26.08.2019

Mediation in the English language as well

Resolving conflicts as a mediator in the English language I take for granted.

In a global world the conflicts can not be kept outside the borders. Therefore it is important for me to mediate in the English language as well.

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25.08.2019

Erfolgsquote für eine Konfliktlösung durch die Mediation über 80 %

Ein Plädoyer für den Konsens und gegen den Kompromiss

Die Erfolgsquote der Mediation ist mit über 80 % beeindruckend hoch. Nach meiner Erfahrung hängt dieser Erfolg insbesondere mit folgendem Umstand zusammen:  Wenn ich als Mediator …

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09.08.2019

Mediation oder Rechtsstreitigkeit?

Wann sollte das Unternehmen oder die Organisation darüber nachdenken, ein Mediationsverfahren durchzuführen?

Welche Vorteile bietet die Mediation gegenüber gerichtlichen Verfahren?

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07.08.2019

Das Bild des Mediators als Bergführer

„Um klar zu sehen, genügt oft schon ein Wechsel in der Blickrichtung.“
(Antoine de Saint Exupery)

Konflikte zu bearbeiten gleicht einen steinigen, beschwerlichen Weg zu beschreiten. Als begeisteter Wanderer benutze ich gern das Bild, dass der Mediator als Bergführer fungiert, der den Beteiligten den Weg weist, um zum Gipfel zu gelangen.

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29.07.2019

Mediation in Organisationen

„Freiwilligkeit“ und „Ergebnisoffenheit“ als Schwellen für eine Mediation

Ein Prinzip der Mediation ist die Freiwilligkeit. Die Freiwilligkeit des Verfahrens setzt voraus, dass die Parteien ohne äußeren Zwang bereit sind, das Verfahren durchzuführen. Dadurch soll zwischen den Beteiligten eine möglichst offene Verhandlungsatmosphäre geschaffen werden.

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16.07.2019

Arbeiten 4.0

Führung und Zusammenarbeit im Rahmen des digitalen Wandels

Henning Keber, Geschäftsführer der Process One Consulting GmbH, und ich erörterten mit Unternehmern und Managern im Rahmen einer Führungs-Werkstatt zwei Perspektiven der Arbeit 4.0.

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24.06.2019

SCHLATTER sponsert auch in diesem Jahr das Benefiz-Golfturnier zugunsten des Hospiz Agape

Mehr als 110 Golfer schlugen am 16.06.2019 im Golfclub St. Leon-Rot wieder einmal für den guten Zweck ab.

Bereits zum sechsten Mal fand unter der Schirmherrschaft der Eheleute Anneli und Dietmar Hopp das Benefiz-Golfturnier zu Gunsten des Fördervereins Hospiz Agape e.V. statt.

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23.06.2019

Konfliktbewältigung und Emotionen

Ein Seminar bei dem Benediktinerpater Anselm Grün

Konflikte gehören zu jedem Leben. Sie können voranbringen, neue Entwicklungen fördern und Beziehungen klären. Doch oft werden Konflikte vermieden, verleugnet und verharmlost. Es gärt dann untergründig weiter. Und ungelöste Konflikte lähmen die Gruppe. Der Benediktinerpater Anselm Grün zeigte auf, wie negative Emotionen zu Quellen für positive Kraft werden können.

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03.06.2019

Konflikte in eisigen Höhen

Bergwanderung mit der Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner

Mehrwöchige Expeditionen, mit einem Team auf engstem Raum, höchste Anforderungen für Körper und Geist.

Bei einer Bergwanderung in den Kitzbüheler Alpen sprach ich mit der österreichischen Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner, die alle 14 Achttausender ohne künstlichen Sauerstoff bestieg, über Konflikte im Team am Berg.

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16.05.209

Führungswerkstatt „Arbeiten 4.0 Führung und Zusammenarbeit im Rahmen des digitalen Wandels“

Am 25. Juni 2019 führe ich gemeinsam mit Henning Keber, Managing Partner der Process One Consulting GmbH, Bensheim, eine Führungswerkstatt durch. Vor dem Hintergrund der Megatrends Digitalisierung und Demographie laden wir zu einem Praxisdialog ein.

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06.05.2019

Die lösungsorientierte Perspektive in der Mediation

Lösungen konstruieren statt Probleme analysieren!
 
In einem Team kommt es zu Reibereien, deren Konflikt ich mediiere. Um das Team bei der Lösung des Konflikts erfolgreich zu unterstützen, richte ich die Aufmerksamkeit des Teams darauf, sich vorzustellen, wie die Lösung des Konflikts aussehen könnte.

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30.04. 2019

Werkzeuge des erfolgreichen Mediators
Die Transaktionsanalyse

„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ (Paul Watzlawick)

Für mich als Mediator ist wichtig, mehrere Werkzeuge zu besitzen, um Sie in der Mediation erfolgreich unterstützen zu können. Werkzeuge, die ich benutze, sind die Modelle und die Konzepte der Transaktionsanalyse (TA).

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25.03.2019

Gerichtsentscheidung als Instrument der Konfliktlösung: „SV Waldhof Mannheim / Deutscher Fußballbund e.V.“

Als Anwalt für Sportrecht habe ich in einem Interview bei RON-TV am 20. März 2019 die Entscheidung kommentiert.

Den Link finden Sie hier, das Interview beginnt ab Minute 5:20.

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11.03.2019

Mediationsverfahren vor (Druck-) Kündigung

Welche Geschäftsführung fürchtet folgende Situation nicht: Es gibt Differenzen zwischen dem Team und einem Teammitglied. Die Situation eskaliert. Zahlreiche Teammitglieder drohen an, das Unternehmen zu verlassen, wenn sie weiterhin mit dem Teammitglied zusammenarbeiten müssten. Die Geschäftsführung gibt dem Druck des Teams nach und kündigt das Arbeitsverhältnis mit dem Teammitglied.

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11.03.2019

Konfliktlösung durch erfolgreiches Verhandeln

Daniel Shapiro, Gründer und Direktor des Harvard International Negotiation Program, beschreibt in seinem 2018 erschienenen Buch „Verhandeln“, wie wir Gräben durch Verhandlung überwinden können.  
Manche Konflikte seien so stark, dass sie das Leben des Einzelnen beherrschen, ihn belasten und nicht auflösbar erscheinen.

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18.11. 2018

Konfliktlösung in der kommunalen Verwaltung – Mediation statt Arbeitsrecht?

Unter diesem Titel hielt ich am 18. November 2018 bei der Tagung des Vereins für kommunale Projekte e.V. (VKP) vor Bürgermeistern der Metropolregion Rhein-Neckar einen Vortrag. Ich plädierte dafür, bei Konflikten in der Kommunalverwaltung neben den Werkzeugen des Arbeitsrechts auch Werkzeuge der Moderation und der Mediation zu benutzen.

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Sonja Troch – Co-Mediatorin


Gemeinsam stark zugunsten der Medianten und der Konfliktlösung

Sonja Troch ist eine Persönlichkeit, mit der ich sehr gerne gemeinsam Mediationsverfahren durchführe. Besonders schätze ich ihre Art, wie sie empathisch auf die Konfliktbeteiligten eingeht und sich in deren Gedankenwelt zum Wohle der Konfliktbewältigung einfühlt. Die Gespräche mit ihr während des Mediationsprozesses sind tiefgehend und konstruktiv und befruchten meine Gedanken und die gesamte Mediation sehr.

Nachfolgend möchte ich Ihnen Sonja Troch gerne näher vorstellen:


Liebe Leserinnen und Leser,

Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch alle Ressourcen zur Verfügung hat, um auch schwierige Situationen im Leben gut zu bewältigen – selbst wenn im Moment der Zugriff darauf vielleicht nicht möglich scheint.

Mit dieser Haltung (zurückzuführen auf C.G. Jung) gestalte ich achtsam und klar den Mediationsprozess zwischen den Konfliktparteien – am liebsten im Tandem mit einem weiteren Mediator, wie zum Beispiel Dr. Hanns-Uwe Richter, in der sogenannten Co-Mediation.

Die Vorteile eines Mediatoren-Tandems für die Klienten sind vielfältig: zur Allparteilichkeit verpflichtet, sorgen zwei Profis dafür, alle Teilnehmer gleichermaßen einzubeziehen, mit vier Ohren zu hören, wahrzunehmen und das Verstandene wiederzugeben. Der Mediator wirkt so wie ein Katalysator des Verständigungsprozesses. Zwei Mediatoren, gerade in ihrer Unterschiedlichkeit, können sich darin wunderbar ergänzen. Deshalb schätze ich die Zusammenarbeit mit Dr. Hanns-Uwe Richter so sehr. Weil wir für unsere Klienten unsere unterschiedlichen Blickwinkel „zusammenwerfen“ und so die größte Chance auf ein gutes Ergebnis möglich machen.

Als Soziologin, Personalentwicklerin und Führungskraft ist mir die Begleitung von (angestrebten oder notwendigen) Veränderungen in Organisationen ein wichtiges berufliches Anliegen. Mit Einfühlungsvermögen, Erfahrung und passenden Methoden steuere ich diese sowohl auf organisatorischer, struktureller und prozessualer als auch auf persönlicher Ebene. Neben der Zertifizierung als Mediatorin bin ich als Systemischer Coach (igw) ausgebildet und arbeite dabei mit Elementen aus der Gestalttherapie. Fasziniert und überzeugt von der Wirkkraft therapeutischer Interventionen habe ich mich 2017 für die Weiterbildung zur integrativen Paartherapeutin entschieden und werden voraussichtliche Anfang 2021 am GiPP zertifiziert. Als Mutter von drei lebendigen Kindern zwischen Grundschulalter und Volljährigkeit, bemühe ich mich mit meinem Mann um Gleichberechtigung in unserem Patchwork-Leben.

Herzlichst
Ihre Sonja Troch

Mediation in the English language as well

Resolving conflicts as a mediator in the English language I take for granted.

In a global world the conflicts can not be kept outside the borders. Therefore it is important for me to mediate in the English language as well.

I love my work as a mediator. Most of the time I found it very satisfying to be able to help people find their way to an agreement and to a better relationship than they had before. At times, I would find deeply moved by my encounters with the clients, aware of just how much the work meant to me.

My challenge as a professional mediator is to help the clients to understand the emotional and practical dimensions of the situation and see the relationship between the two. When the internal and external worlds line up, we can find a way of working together that leads to a solution grounded in what is most important to people - that reflects results that will be practicable and workable.

I am looking forward supporting you to solve your conflict.

Erfolgsquote für eine Konfliktlösung durch die Mediation über 80 %

Ein Plädoyer für den Konsens und gegen den Kompromiss

Die Erfolgsquote der Mediation ist mit über 80 % beeindruckend hoch. Nach meiner Erfahrung hängt dieser Erfolg  insbesondere mit folgendem Umstand zusammen:  Wenn ich als Mediator die Interessen und Bedürfnisse, die hinter den Positionen liege, freilege, fühlen sich die Beteiligten in die Lage versetzt, eigenständig Lösungen für den Konflikt zu finden.

Die Weitung des Sichtfeldes der Beteiligten öffnet den Blick auf Lösungsoptionen, die sie zu Beginn der Mediation nicht sahen. Dies ist auch ein Vorteil gegenüber dem gerichtlichen Verfahren, wie ich als Fachanwalt für Arbeitsrecht sehr genau beurteilen kann.  Anwälte verhandeln häufig mit dem Ziel eines Kompromisses statt eines Konsenses. Bei einem Kompromiss verzichten die Verhandlungspartner auf Teile der jeweils gestellten Forderungen. „Ein guter Kompromiss liegt dann vor, wenn er beiden Parteien weh tut“, ist das Credo. Ein Kompromiss bedeutet aber, dass beide Parteien verlieren, während bei einem Konsens in jedem Fall beide Parteien gewinnen. Denn bei einem Konsens gibt keine Partei Positionen auf, sondern findet gemeinsam mit dem Verhandlungspartner eine Lösung, die den Interessen beider Partei gerecht wird. 

Wissenschaftlich belegt ist, dass die Chance, einen Konsens  in der Mediation zu erreichen mit 80 % gegenüber dem Prozess mit 30 % fast dreimal so hoch ist. Wenn das kein Argument für die Mediation ist!

Mediation oder Rechtsstreitigkeit?

Wann sollte das Unternehmen oder die Organisation darüber nachdenken, ein Mediationsverfahren durchzuführen? Welche Vorteile bietet die Mediation gegenüber gerichtlichen Verfahren?

Eine Mediation ist besonders geeignet, wenn

  • Zukunftsinteressen der Konfliktpartner im Vordergrund stehen,
  • es um langandauernde Beziehungen geht,
  • Vertraulichkeit eine bedeutsame Rolle spielt,
  • eine Generallösung angestrebt wird,
  • der Fall zu komplex ist.

Die Vorteile der Mediation sind:

  • Veränderungsprozesse sind Gegenstand der Auseinandersetzung und der Lösung.
  • Auf eigenen Entscheidungen beruhende Ergebnisse wirken nachhaltiger.
  • Es können maßgeschneiderte Lösungen entwickelt werden.
  • Es werden langandauernde Gerichtsverfahren mit nicht unerheblichen Kosten für die Durchsetzung oder Verteidigung von Rechtspositionen vermieden.
  • Die Mediation ist das Konfliktlösungsverfahren der Generation Y.
  • Erhebliche Konfliktfolgekosten (z.B. Krankheitskosten) können vermieden werden.

Die Mediation ist sicherlich kein „Allheilmittel“. Es ist nicht in allen Konfliktfällen das geeignete Mittel. Es lohnt sich aber, darüber nachzudenken, ob die Mediation im konkreten Fall die bessere Möglichkeit für die Konfliktlösung bietet, statt einen Rechtsstreit zu führen.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in Rechtsstreitigkeiten als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht biete ich Ihnen gerne Unterstützung bei Ihrer Entscheidungsfindung an.

Das Bild des Mediators als Bergführer

„Um klar zu sehen, genügt oft schon ein Wechsel in der Blickrichtung.“
(Antoine de Saint Exupery)

Konflikte zu bearbeiten gleicht einen steinigen, beschwerlichen Weg zu beschreiten. Als begeisteter Wanderer benutze ich gern das Bild, dass der Mediator als Bergführer fungiert, der den Beteiligten den Weg weist, um zum Gipfel zu gelangen. Von unten scheint der Berg unüberwindlich. Doch jeder Schritt bringt uns dem Gipfel näher. Nicht immer gelingt es, den Gipfel zu erreichen.

Ob der Gipfel erreicht werden kann, hängt von vielen Faktoren ab, von äußeren Einflüssen wie dem Wetter und inneren Einflüssen wie der Kondition und dem Durchhaltevermögen der Beteiligten. Der Bergführer erkennt, auf welche Art und Weise er die Beteiligten leiten kann, welche Wege er, abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der Beteiligten, geht.

Der Erfolg der Wanderung hängt jedoch nicht davon ab, ob der Gipfel erreicht wurde. Die Wanderung ist erfolgreich, wenn sie etwas bei den Beteiligten bewirkt und nachwirkt. Das ist der Fall, wenn die eigenen Interessen deutlicher hervortreten und auch die Interessen und Bedürfnisse des anderen wahrgenommen werden. Daher empfinden die Beteiligten die Mediation auch dann als hilfreich für ihre Konfliktbearbeitung, wenn (noch) keine Lösung gefunden werden konnte.

Um im Bild der Wanderung zu bleiben: Grandiose Ausblicke und Aussichten auf die Umgebung gibt es nicht nur vom Gipfel aus, sondern schon auf dem Weg dahin!

Mediation in Organisationen

„Freiwilligkeit“ und „Ergebnisoffenheit“ als Schwellen für eine Mediation

Ein Prinzip der Mediation ist die Freiwilligkeit. Die Freiwilligkeit des Verfahrens setzt voraus, dass die Parteien ohne äußeren Zwang bereit sind, das Verfahren durchzuführen. Dadurch soll zwischen den Beteiligten eine möglichst offene Verhandlungsatmosphäre geschaffen werden.

Gerade bei der Mediation in Organisationen spielt das Prinzip der Freiwilligkeit eine Rolle. „Meine Geschäftsleitung hat gesagt, mein Team und ich sollen eine Mediation durchführen; daher bin ich hier“, wird mir entgegenhalten. Dieser Einwand ist ernst zu nehmen. Er steht erfahrungsgemäß im Zusammenhang mit der Vorstellung einer beteiligten Partei, dass derzeit nur ein einziges Ergebnis für die Konfliktlösung in Betracht kommt. Damit ist das weitere Prinzip der Mediation betroffen, nämlich die Ergebnisoffenheit.

Meine Aufgabe als Mediator ist es, dass alle Beteiligten Vertrauen in das Verfahren gewinnen. Dazu muss auf ihre Bedenken eingegangen werden. Erfahrungsgemäß hilft dem Beteiligten, der diese Vorbehalte hat, meine Erklärung, dass jeder Beteiligter ohne Nachteil jederzeit aus dem Verfahren ausscheiden kann. Ich flankiere dies mit dem Hinweis, dass ausnahmslos jeder einer Lösung des Konflikts zustimmen muss und eine Lösung nicht zustande kommt, wenn auch nur ein Beteiligter der Lösung widerspricht. Über den Kopf des Beteiligten hinweg wird also keine Lösung getroffen werden.

Dies wirkt bei den Beteiligten entlastend und bereitet für die Beteiligten den Weg, sich auf das Mediationsverfahren einzulassen.

Arbeiten 4.0

Führung und Zusammenarbeit im Rahmen des digitalen Wandels

Henning Keber, Geschäftsführer der Process One Consulting GmbH, und ich erörterten mit Unternehmern und Managern im Rahmen einer Führungs-Werkstatt zwei Perspektiven der Arbeit 4.0.

Henning Keber stellt heraus, wie wichtig Führung ist, um die Zukunft der Organisation zu sichern. Ich befasste mich damit, welche Chance die Mediation bietet, um einen Interessenausgleich zwischen Unternehmen und Mitarbeitern im Rahmen der bevorstehenden Veränderungen zu finden. Die anregende Diskussion zeigte, wie bedeutsam die Themen in der Praxis sind.

Die Veranstaltung klang mit einem Barbecue und guten Gesprächen auf der Dachterrasse der Kanzlei aus.

SCHLATTER sponsert auch in diesem Jahr das Benefiz-Golfturnier zugunsten des Hospiz Agape

Mehr als 110 Golfer schlugen am 16.06.2019 im Golfclub St. Leon-Rot wieder einmal für den guten Zweck ab.

Bereits zum sechsten Mal fand unter der Schirmherrschaft der Eheleute Anneli und Dietmar Hopp das Benefiz-Golfturnier zu Gunsten des Fördervereins Hospiz Agape e.V. statt. Insgesamt konnten an diesem Tag – nicht zuletzt durch eine großzügige Aufstockung der Dietmar Hopp-Stiftung – ein Spendenbetrag von insgesamt 50.000,- € zugunsten des Hospiz Agape Wiesloch zusammengetragen werden.

Das Hospiz Agape ist eine Herberge für Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie deren nahestehenden Personen. SCHLATTER engagierte sich bei dieser alle zwei Jahre stattfindenden Benefizveranstaltung bereits zum dritten Mal – in diesem Jahr als einer der beiden Hauptsponsoren zusammen mit der SNP Schneider-Neureither & Partner SE.

Das nachfolgende Foto zeigt die Bekanntgabe des Spendenergebnisses im Rahmen der Abendveranstaltung und zeigt (von links nach rechts) Schlatter-Partner Dr. Hanns-Uwe Richter, den Organisator des Golfturniers Mark Lins, Schlatter-Partner Dr. Björn Lange, Dennis Krieger (SNP SE) sowie den Ersten Vorsitzenden des Fördervereins Hospiz Agape e.V. Hans Klemm.

Konfliktbewältigung und Emotionen

Ein Seminar bei dem Benediktinerpater Anselm Grün

Konflikte gehören zu jedem Leben. Sie können voranbringen, neue Entwicklungen fördern und Beziehungen klären. Doch oft werden Konflikte vermieden, verleugnet und verharmlost. Es gärt dann untergründig weiter. Und ungelöste Konflikte lähmen die Gruppe. Der Benediktinerpater Anselm Grün zeigte auf, wie negative Emotionen zu Quellen für positive Kraft werden können. Es komme darauf an, wie man mit Emotionen umgehe. Es gehe nicht darum, sich gegen Emotionen zu wehren. Denn alle Emotionen haben einen Sinn. Versuche, ein Gefühl zu unterdrücken, führten eher dazu, dass dieses noch intensiver und noch stärker werde.

Anhand zahlreicher Beispiele aus eigenen Gesprächen und Begegnungen widmete sich der Benediktinerpater Emotionen wie Ärger, Hass, Jähzorn, Neid, Eifersucht und Trauer und gab Ratschläge, wie mit diesen umgegangen werden könne. Er ging noch weiter und zeigte auf, wie diese negativen Emotionen ins Positive verwandelt werden können. Anselm Grün führte uns bei dem Seminar  in der Abtei Münsterschwarzach Strategien für die Konfliktbewältigung auf, die durch Erkenntnisse der Psychologie und Konfliktforschung gestützt werden. Anselm Grün – eine beeindruckende Persönlichkeit mit Ansichten und Einsichten, die bereichernd sind und zum Nachdenken anregen!

Konflikte in eisigen Höhen

Bergwanderung mit der Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner

Mehrwöchige Expeditionen, mit einem Team auf engstem Raum, höchste Anforderungen für Körper und Geist.

Bei einer Bergwanderung in den Kitzbüheler Alpen sprach ich mit der österreichischen Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner, die alle 14 Achttausender ohne künstlichen Sauerstoff bestieg, über Konflikte im Team am Berg. Sie versuche, überhaupt erst keine Konflikte entstehen zu lassen. Dies bedeute, sofort im Team offen anzusprechen, sobald etwas einen Konflikt auslösen könnte. Das Wichtigste überhaupt sei – so Gerlinde – dass diese Aussprache mit „Achtung und gegenseitigem Respekt“ geschehe.

Achtung und Wertschätzung, die oft vernachlässigten und doch so lebenswichtigen Bedürfnisse des Menschen, auch und gerade am Berg.

Führungswerkstatt „Arbeiten 4.0 Führung und Zusammenarbeit im Rahmen des digitalen Wandels“

Am 25. Juni 2019 führe ich gemeinsam mit Henning Keber, Managing Partner der Process One Consulting GmbH, Bensheim, eine Führungswerkstatt durch. Vor dem Hintergrund der Megatrends Digitalisierung und Demographie laden wir zu einem Praxisdialog ein.

Henning Keber wird „Die Aufgabe und Funktion von Führung als wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung der Organisation“ darstellen.

Ich zeige die Perspektive auf „Die Mediation als Chance des wirksamen Interessenausgleichs zwischen Unternehmen und Mitarbeitern im Rahmen der bevorstehenden Veränderungen“.

Die Veranstaltung findet am 25. Juni 2019 zwischen 17 und 19:30 Uhr bei Schlatter Rechtsanwälte, Kurfürstenanlage 59, 69115 Heidelberg, statt.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, bitte ich um Rückmeldung an info@heidelberg-mediatior.de

Die Einladung mit näheren Einzelheiten finden Sie hier.

Die lösungsorientierte Perspektive in der Mediation

Lösungen konstruieren statt Probleme analysieren!

In einem Team kommt es zu Reibereien, deren Konflikt ich mediiere. Um das Team bei der Lösung des Konflikts erfolgreich zu unterstützen, richte ich die Aufmerksamkeit des Teams darauf, sich vorzustellen, wie die Lösung des Konflikts aussehen könnte. Ich bin davon überzeugt, dass man eine Problemlösung am schnellsten und sichersten dadurch erreicht, dass man sich von Anfang an auf die Lösung und nicht auf das Problem konzentriert. Die Medianten mögen sich vorstellen, was anders wäre, wenn der Konflikt beigelegt ist. Der Blick wird dadurch nach vorne in die Zukunft gerichtet, nicht zurück in die Vergangenheit. Es soll nicht in der Vergangenheit geforscht werden, wann und aus welchem Anlass der Konflikt entstanden ist. Es wird vielmehr bei der Lösungsfindung dort angesetzt, was jetzt im Team gut funktioniert und welches Verhalten in der Zukunft gewünscht wird.  Meine Erfahrung zeigt die Richtigkeit der Aussage von Steve de Shazer, der sagte:

"Problem talk creates problems, solution talk creates solutions" - "Über Probleme zu sprechen, bringt Probleme hervor, über Lösungen zu sprechen, bringt Lösungen hervor."

Anknüpfungspunkt ist de Shazers Wunderfrage: "Angenommen, das Problem ist gelöst. Woran merken Sie, dass eine Lösung eingetreten ist?" Das Gespräch in der Mediation wechselt so von einer Problemzentrierung auf eine Lösungsorientierung.

Es beeindruckt mich immer wieder zu sehen, wie die Medianten durch diesen Perspektivwechsel hin zur lösungsorientierten Perspektive gemeinsam im Team Lösungen für einen Konflikt entwickeln, der für sie vor Beginn des Mediationsverfahrens noch unlösbar erschien.

Werkzeuge des erfolgreichen Mediators – Die Transaktionsanalyse

„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ (Paul Watzlawick)

Für mich als Mediator ist wichtig, mehrere Werkzeuge zu besitzen, um Sie in der Mediation erfolgreich unterstützen zu können.

Werkzeuge, die ich benutze, sind die Modelle und die Konzepte der Transaktionsanalyse (TA). Eine Transaktion ist der Austausch von Informationen zwischen den Ich-Zuständen von zwei Personen. Die TA geht dabei davon aus, dass sich Menschen in unterschiedlichen Situationen und Kontexten, beruflich wie privat, in unterschiedlichen Zuständen befinden (Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich). Dies hat Auswirkungen auf die mögliche Interpretation der gesendeten und empfangenen Information.

In einer Mediation finden häufig so genannte verdeckte Transaktionen statt. Bei verdeckten Transaktionen sprechen die beiden Personen in unterschiedlichen Ich-Zuständen (Frage: Wann kann ich mit Ihrer Ausarbeitung rechnen? (Erwachsenen-Ich der Führungskraft); Antwort: „Was soll ich denn noch alles machen?“ (Kind-Ich des Mitarbeitenden; eine Antwort aus dem Erwachsenen-Ich wäre gewesen: „Sie bekommen die Ausarbeitung heute Abend.“) Hier ist es meine Aufgabe als Mediator, das Gespräch auf solch parallele Transaktionen (Frage aus dem Erwachsenen-Ich und Antwort aus dem Erwachsenen-Ich) umzuleiten.

Bei einer Mediation in Organisationen erwartet mich häufig das so genannte Dramadreieck. Es besteht eine dramatische Dynamik zwischen der Rolle des Verfolgers (der vorwirft, ständig Kritik übt, zurechtweist und herabsetzt), der Rolle des Retters (der immer hilft, tröstet und für andere mitdenkt, auch ohne gebeten worden zu sein) und der Rolle des Opfers (hilflos, verzweifelt, scheinbar unwissend, fühlt sich ungerecht behandelt). Hier helfe ich mit einer Reframing- Methode die dramatische Dynamik ins Positive umzukehren, so dass der überlegene Retter zu einem dezenten Begleiter, der zornige Verfolger zu einem bestärkenden Impulsgeber und das resignierte Opfer zu einem sorgsamen Stabilisator wird.

Die Werkzeuge der Transaktionsanalyse helfen mir sehr bei der Mediation in und außerhalb von Organisationen.

Gerichtsentscheidung als Instrument der Konfliktlösung: „SV Waldhof Mannheim / Deutscher Fußballbund e.V.“

Der SV Waldhof hat vor dem Landgericht  Frankfurt (Az. 2-06 O 420/18) einen Punktsieg gegen den DFB erzielt. Das Landgericht hat die Entscheidung der Sportgerichtsbarkeit, dem SV Waldhof wegen Fanausschreitungen drei Punkte in der Saison 2018/19 abzuziehen, aufgehoben. Als Anwalt für Sportrecht habe ich in einem Interview bei RON-TV am 20. März 2019 die Entscheidung kommentiert.

Den Link finden Sie hier, das Interview beginnt ab Minute 5:20.

Konfliktlösung in der kommunalen Verwaltung – Mediation statt Arbeitsrecht?

Unter diesem Titel hielt ich am 18. November 2018 bei der Tagung des Vereins für kommunale Projekte e.V. (VKP) vor Bürgermeistern der Metropolregion Rhein- Neckar einen Vortrag. Ich plädierte dafür, bei Konflikten in der Kommunalverwaltung neben den Werkzeugen des Arbeitsrechts auch Werkzeuge der Moderation und der Mediation zu benutzen. Den Vortrag als PowerPointPräsentation finden Sie hier.

Mediationsverfahren vor (Druck-) Kündigung

Welche Geschäftsführung fürchtet folgende Situation nicht: Es gibt Differenzen zwischen dem Team und einem Teammitglied. Die Situation eskaliert. Zahlreiche Teammitglieder drohen an, das Unternehmen zu verlassen, wenn sie weiterhin mit dem Teammitglied zusammenarbeiten müssten. Die Geschäftsführung gibt dem Druck des Teams nach und kündigt das Arbeitsverhältnis mit dem Teammitglied.

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat am 16.10.2015 (Az. 17 Sa 696/15) in einem derartigen Fall entschieden, dass die Geschäftsführung dem Druck der Beschäftigten nicht in zumutbarem Umfang entgegengetreten sei. Die Kündigung sei nicht das einzige Mittel gewesen, um einen drohenden Schaden abzuwenden. Die Geschäftsführung hätte den Konfliktparteien zuvor die Durchführung eines Mediationsverfahrens anbieten müssen. Denn die Mediation sei ein anerkanntes Instrument, das geeignet sein könne, innerbetriebliche Konflikte dauerhaft zu lösen.

Diese Entscheidung knüpft an die bisherige Rechtsprechung an, vor einer Kündigung alles Zumutbare zu unternehmen, um eine Kündigung zu vermeiden. Das Neue an der Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm ist, dass auch die Mediation ein solches vorrangig zu ergreifendes Instrument sein kann.

Konfliktlösung durch erfolgreiches Verhandeln

Daniel Shapiro, Gründer und Direktor des Harvard International Negotiation Program, beschreibt in seinem 2018 erschienenen Buch „Verhandeln“, wie wir Gräben durch Verhandlung überwinden können. 

Manche Konflikte seien so stark, dass sie das Leben des Einzelnen beherrschen, ihn belasten und nicht auflösbar erscheinen. Shapiro zeigt Wege auf, wie man zum Kern des Konflikts durchdringt und diesen beilegen kann.

Bei Konflikten spielten Vernunft, Emotionen und Identität zusammen. Sehen wir unsere Identität bedroht, blockieren wir konstruktive Lösungen. Die Beziehungen müssten daher neu gestaltet werden, so dass Identitäten langfristig respektiert werden. Um Konflikte in Beziehungen zu lösen, müsse ein Mittelweg zwischen Veränderung und Akzeptanz gefunden werden. Es gelte die richtige Balance zu finden zwischen dem, was wir akzeptieren können und dem, was wir ändern müssen.

Wie dies gelingen kann, zeigt Shapiro auf.

Kontakt und Anschrift

Sie haben Interesse an einer professionellen Mediation?

Lernen Sie mich in einem unverbindlichen Vorgespräch kennen! Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.

Dr. iur. Hanns-Uwe Richter
Rechtsanwalt
Zertifizierter Mediator (HIM / Universität Heidelberg)

Kurfürsten-Anlage 59
69115 Heidelberg

Telefon: 0049 6221 - 9812-12
Fax: 0049 6221 - 9812-73
E-Mail: info@heidelberg-mediator.de

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